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Freitag, 15. April 2011

DAS LEBEN IST KEINE KOMÖDIE

In der klassischen Komödie gibt es für den Schluss meistens zwei Möglichkeiten: Entweder es wendet sich alles zum Guten und die Handlung findet ein glückliches Ende, oder aber das komplette Gegenteil ist der Fall und ein trauriges Ende ist unabwendbar, eine Katastrophe steht bevor.
In der Realität sieht das ganz anders aus. Eine scheinbar schreckliche Begebenheit stellt sich als gar nicht so grässlich heraus und man beginnt, das Positive daran zu erkennen: das ist dann schön. Wenn es aber anders herum kommt und ein auf den ersten Blick wahnsinnig toll geglaubtes Etwas sich als blendende Mogelpackung entpuppt, wünsche ich mir manchmal die Einfachheit einer alten Geschichte oder einem Märchen: Wo Gut und Böse genau voneinander getrennt sind, offensichtlich für jeden zu sehen ist, was moralisch vertretbar ist, was nicht und man sich nicht unnötig den Kopf mit Grübeleien um das Richtig oder Falsch schwer machen muss.
Bis zu welchem Grad muss ich meine eigenen Wünsche hinten anstellen? Ab wann beginnt eine Lüge? Ich bin heute vor eine Vielzahl an Konflikte mit meinem Gewissen gestellt worden und muss einfach mal los werden, dass das verdammt schwierig ist. Entscheidungen. Sobald ich mich festgelegt habe, gibt es nur schwer einen Rückzug. Manchmal ist eine Entscheidung sogar endgültig und verändert womöglich mein und das Schicksal anderer.
Manchmal kann ich das nicht. Entscheidungen fällen, ganz alleine. Und wenn ich andere frage, bekomme ich zwar halbherzige Ratschläge (die sich oft auch noch widersprechen), letzten Endes bleibt es aber trotzdem meine Angelegenheit. Es heißt Zähne zusammen beißen, Augen zu und durch. Rein ins kalte Wasser, mich irgendwie entscheiden.
Nur wie, möchte ich wissen! Wie denn?

K O N F U S E   U N E N T S C H L O S S E N H E I T   A U F   G A N Z E R   L I N I E .

Mittwoch, 30. März 2011

ICH WILL JA AUCH NICHT, ABER...

Manchmal wollen wir etwas nicht mögen, können aber nicht anders. Alles in unserem Kopf ruft: "Stopp, lass das! Das geht nicht!", doch unser Herz will einfach das Gegenteil. Ohne auch nur ein bisschen beeinflussbar zu sein, bringt es uns dazu, Dinge zu tun oder zu sagen, die einem nach zu viel Nachdenken und Abwägen lächerlich, unwichtig, dumm erscheinen.
Ich fühle mich manchmal so hilflos, wenn ich gesagt habe, was ich wirklich sagen will. Wenn ich mein Herz in Einklang mit dem gebracht habe, was aus meinem Mund kommt. Total offenbart stehe ich da, angreifbar und verletzlich: Doch ich vertraue dem, dem ich mich geöffnet habe. Wäre kein Vetrauen da, würde ich mich auch niemals so sehr entblößen. Die Wünsche und Träume siegen über den Verstand und auch wenn alle Maßstäbe und Normen, die ich so habe, dagegen sprechen, schreit alles in mir laut und ich kann dann nicht mehr anders als die Wahrheit zu sagen. Die pure Warheit, und tut sie mir noch so weh.
"MOSTLY I HATE IT THAT I DON'T HATE YOU. NOT EVEN CLOSE. NOT EVEN A LITTLE BIT. NOT EVEN AT ALL."

Montag, 14. März 2011

GEFESSELT UND GEKNEBELT

Nicht oft bin ich sprachlos. Meistens rede ich einfach so drauf los und spreche sehr viel von dem aus, was mir im Kopf herum schwirrt. Vielleicht sollte ich daran mal arbeiten und irgendwie sparsamer mit meinem Atem umgehen, doch das ist eine andere Geschichte.
Ich möchte jetzt lieber über das Phänomen der Sprachlosigkeit schreiben, das wohl jeder von uns kennt und doch niemand kontrollieren kann. Der aufmerksame Leser wird jetzt wohl anmerken wollen, dass man verdammt wenig kontrollieren kann in dieser Welt und in diesem Leben, da hat er auch vollkommen recht. Dennoch trifft es diese Umschreibung sehr gut: Wenn ich nämlich keine Worte mehr finde, meine Gefühle auszudrücken oder wenn ich gar nicht weiß, was das jetzt überhaupt für Gefühle sind, die da in meinem Körper hin und her springen, dann kann ich gar nichts dagegen tun. Wie gefesselt stehe ich da, geschockt, überwältigt und überfordert zugleich. Ich kann mich nicht wehren, die Situation entgleitet mir und ich fühle mich ein wenig, als würde ich fallen.
Ohne auch nur irgendeine Richtung zu spüren, falle ich und bin dennoch festgebunden am Boden, nicht fähig zu antworten. Durch beispielsweise einen Satz, ein Gespräch, eine Beleidigung, ein Kompliment, eine Geste, ein Blick oder eine seltsame Begebenheit kann ich beinahe den Sinn für Raum und Zeit verlieren, meine Sprache wird still gelegt und es fühlt sich ein bisschen so an, als würde mein Herz langsam aber sicher zerreißen.
Kurios, wie solch ein Zustand einfach mal kurz in fünf Minuten entstehen kann und durch irgendwas total Normales wieder weggeblasen wird wie ein Staubkorn im Wind. Irgendwie werde ich nämlich immer wieder in die Realität zurück geholt, wenn ich sprachlos war. Plötzlich ist der Strudel der Gefühle weg und ich kann wieder klar denken, auch wenn ab und an ein etwas dumpfes Gefühl übrig bleibt.

S O   F Ü H L E   I C H    M I C H   E X T R E M   S E LT E N ,   H E U T E   A B E R   V I E L   Z U   O F T .

Montag, 28. Februar 2011

ICH BIN (FAST) WIEDER DA!

In zwanzig Minuten werde ich mich auf den Weg zur Schule machen, doch vorher wollte ich hier noch etwas posten. In Frankreich hatte ich so viele Gedanken und Ideen, die ich gerne formuliert hätte. Hab ich euch schon mal davon erzählt? Wenn ich zu viel Chaos in meinem Kopf habe, da oben zu viel Verschiedenes herumschwirrt und mich vom klaren Denken (und damit Handeln) abhält, tut mir schreiben wahnsinnig gut.
Okay, darüber werde ich jetzt aber nicht bloggen. Genau genommen werde ich über überhaupt kein konkretes Thema bloggen. Dieser Post ist einfach nur dazu da, um mich zurück zu melden. Demnächst werdet ihr auch Fotos bekommen, aber mein Computer... naja. Mein Computer will nicht mehr. Vermutlich kann er nicht mehr, jedenfalls wird er heute eingeschickt, weil er sich nicht mehr anschalten lässt.
Wie ihr euch bestimmt denken könnt, ist das total unpraktisch. Auf meinem PC ist nämlich alles und meine letzte Sicherung liegt dummerweise einige Zeit zurück. Also gibts eben erst später Bilder aus dem kalten Frankreich. Ich hoffe doch stark, dass meine Daten bei der Reperatur nicht flöten gehen.
Flöten gehen... Mit den Franzosen haben wir viel über Sprichwörter und spezielle Ausdrücke und so geredet. Bei den meisten ließ sich der Hintergrund gut erschließen: Ich lass mir nicht auf der Nase rumtanzen, Er hat nicht mehr alle Tassen im Schrank, Du lässt dir gerade einen Bären aufbinden und solche Sachen, die ich offen gestanden eigentlich nie verwende. Einige finde ich recht süß, andere wirklich dumm.
Wie auch immer. Ich muss los, entschuldigung für diesen recht wirren Post.

N Ä C H S T E S   M A L   B I N   I C H   W I E D E R   V O L L   D A B E I .

Dienstag, 15. Februar 2011

STOPP! ATMEN NICHT VERGESSEN!

Heute bin ich durch den Tag gerauscht wie ein kleiner Wirbelwind. Ob das jetzt gut ist oder nicht, weiß ich nicht so genau. Einerseits habe ich verdammt viel erledigt, andererseits fühle ich mich jetzt auch ganz schön erledigt.
Mir hat heute die Ruhe gefehlt, ich konnte die einzelnen Momente gar nicht richtig in mir aufnehmen und sie nicht genießen, wie ich es gerne getan hätte. Zu viel schwirrte in meinem Kopf herum, zu viel musste getan werden, über zu viel musste ich nachdenken und zu viel wollten einfach alle anderen von mir. Ich konnte mich nicht den Dingen widmen, die ich gerne intensiver erlebt hätte und konnte mich nicht konzentrieren.
Ja, das war es. Das erklärt auch, warum meine Schusseligkeit heute besonders ausgeprägt war: Ich war einfach abgelenkt. Permanent mit den Gedanken schon beim nächsten Schritt, mit meinem Tun aber noch bei der gegenwärtigen Handlung. Nebenher musste ich noch mit der reden, der anderen was erzählen, irgendwas aufschreiben, da schnell hingehen, dem Lehrer noch etwas sagen, das nicht vergessen, jenes unbedingt noch erledigen - "Jule, du musst gleich zum Kieferorthopäden! Jule, Klarinette nicht vergessen! Wouh, ich bin aber spät dran. Und heute Abend noch Koffer packen, gell?"
Ohman. Morgen geht es für eine Woche nach Frankreich. Finde ich das gut? Hm, ich weiß nicht. Ja und nein. Ja, weil es eine Abwechslung darstellen wird und nein, weil... ich einfach gerne hier bin. Mir geht es zur Zeit ziemlich gut.
Ausgenommen heute. Okay, es war ein schöner Tag und es ging mir schon gut, nur eben auf seltsame Weise. Heute war der ultimative Chaostag; dumme Ausrufe, Unfälle und Pannen meinerseits nicht ausgeschlossen.
Wie schön wäre es gewesen, einfach mal kurz die Zeit anzuhalten und zu schreien - ganz laut.
Dann wäre vielleicht wieder alles gut gewesen und ich hätte mich auf das Hier und Jetzt konzentrieren können, ohne ständig in Tagträume, Schwärmereien und Notizen an mich selbst abzuschweifen.

E I N   B I S S C H E N   H A L T   H Ä T T E   M I R  G U T   G E T A N .

Donnerstag, 10. Februar 2011

CAN YOU HELP ME OCCUPY MY BRAIN?

Ab ungefähr halb zwölf heute Mittag kippte irgendwas in mir und ab da war der Tag seltsam. Der Morgen war wirklich schön und alles schien beinahe gewöhnlich, dann hatte ich auf einmal ein Déjà-Vue.
Gut, das ist jetzt wohl nicht die perfekte Einleitung für die Schilderung des seltsamsten Tag seit langem, doch ist es tatsächlich der Beginn meiner Odyssee der Merkwürdigkeit. Auf einmal hatte ich nämlich ständig diese Déjà-Vues. Ich schaute an die Tafel und war mir sicher, exakt diese Szene schon einmal erlebt zu haben. Ich blickte zu meinem Tischnachbarn und führte ein kurzes Gespräch, welches ich GENAU SO schon einmal geführt zu haben glaubte.
Egal, wohin ich lief und wen ich sah, jeder zweite Augnblick kam mir dermaßen bekannt vor! Manch einer mag jetzt vielleicht dämlich lachen und erklären, dass das ja ganz normal sei, weil ich jeden Tag in die Schule gehe und beispielsweise den Französischunterricht schon mehr als ein paar mal erlebt habe; doch das war komplett anders.
Es war, als erinnerte ich mich an einen Traum, den ich nie geträumt habe. Allerdings fühlten sich die Momente in meinem Kopf, an die ich mich in Bruchstücken erinnerte und von denen ich nicht wusste, wann ich sie schon einmla erlebt habe, viel wirklicher an. Ja, es war als erlebte ich den Tag heute noch einmal, dieses Mal aber weitaus unwirklicher und entfernter als damals. Woher auch immer diese Déjà-Vues kamen: Sie waren viel schillernder und viel bunter als die Realität.
Damit ihr mich jetzt nicht für komplett durchgeknallt haltet (ich fürchte, das tut ihr schon seit längerem :D), will ich noch dazu sagen, dass diese Momente eintraten, als ich verdammt müde war. Irgendwie schien meine Energie mit jedem Déjà-Vue noch mehr zu weichen, was mich nicht nur wahnsinnig aufgeregt und irritiert hat, sondern dazu führte, dass ich mir selbst ein bisschen Angst gemacht habe.
Heute Nacht hole ich mir eine riesen Portion Schlaf, damit ich morgen vielleicht endlich mal wieder mit einem klaren Kopf durch die Welt geistern kann.

E I N E N   K L A R E N  V E R S T A N D - WANN HABEN WIR DEN SCHON?