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Mittwoch, 30. März 2011

WO SIE RECHT HAT, HAT SIE RECHT.

"Ich singe praktisch den ganzen Tag. Das bedeutet nicht, dass ich es kann. 
Ich bin eine miserable Sängerin. Das bedeutet nicht, dass ich es nicht darf."
- Meine Schwester

Mittwoch, 9. März 2011

MEINE PINNWAND

Oft wird darüber geredet, dass es Abwechslung braucht. Überall. In der Arbeit, im Freundeskreis, bei Unternehmungen, zu Hause. Das ist auch ein Grund dafür, warum ich eine Pinnwand bei mir im Zimmer hängen habe.
Entschuldigt bitte die grauenvolle Qualität, die Webcam leistet einfach nicht so viel. Das Bild dient auch eigentlich nur dazu, meine Erzählung ein bisschen greifbarer zu machen. Das Ding, was da rechts runter hängt zum Beispiel, ist eigentlich eine rote Krawatte. In natura erkennt man das wunderbar, nur waren eben die Lichtverhätnisse in meinem Zimmer nicht... ideal. :D
Ich benutze diese Pinnwand nicht wie vielleicht vermutet als Erinnerung daran, was noch alles zu erledigen ist und woran ich unbedingt denken muss (wobei das vielleicht auch ganz praktisch wäre :D). Ich benutze sie vielmehr als Ort, an dem Erinnerungen fest gehalten werden. Einige Fotos hängen dort, Liedtexte, Gedichte, Postkarten, eine niedliche Papiertüte, in der ich besondere Briefe aufbewahre, Bahnkarten und Buttons. Alles, was mir in irgendeiner Weise wichtig erscheint, aber keine materielle Funktion erfüllt, landet dort. Ständig verändert sich diese Pinnwand: Ob ich nun selbst Dinge abhänge (und sorgfältig verstaue), aufhänge oder überhänge, oder ob ich Besuch kriege, der spontan irgendwas verändert: Es lebt. In der Adventszeit zum Beispiel war sie knallbunt, da ich jeden Tag ein Gedicht auf buntem Papier von meiner Mutter bekam. Ab Neujahr war sie dann recht leer, jetzt ist sie gerade wieder ziemlich gefüllt.
Ich weiß nicht, warum genau ich darüber blogge; mir kribbelte es einfach in den Fingern, als ich meine Wand heute wieder ein wenig veränderte. Ich bin wahnsinnig froh, sie zu haben und finde es jeden Morgen aufs Neue erfrischend, all die bunten Teile anzusehen.

K U N S T   A U F   I H R E   G A N Z   E I G E N E   A R T   U N D   W E I S E .

Freitag, 4. März 2011

VOM LICHT GEKÜSST

Heute Früh schien mir die Sonne mitten ins Gesicht und mir wurde plötzlich warm. Nicht äußerlich, sondern innen. Alles erschien auf einmal sanfter, schöner, heller. Ich fühlte mich wahnsinnig gut, wenn auch nur für einen kurzen Moment. Dieser unscheinbare Augenblick aber, in dem ich vom Guten wie geblendet schien, war mein Start in den Morgen. Von da an stand für mich fest: Was auch passiert, es trifft mich niemals so hart,wie an gewöhnlichen Tagen.
Und dann bin ich auf dieses Plakat gestoßen. Vor ungefähr einem Jahr habe ich es entworfen und am Bahnhof in Besigheim aufgehängt. Nach einer knappen halben Stunde wurde es von irgendwelchen rüpelhaften Jugendlichen (welch schöne Ausdrucksweise! :D) abgerissen, doch schenkte ich es dafür meiner Schwester.
Sarah? Das hier ist für dich. Der Tag heute ist wunderschön und du bist dabei, auch wenn ich gleich gehe. Du hasst den Sommer, weil du es lieber magst, Trübsal blasend im Winterpulli zu sitzen und Schokolade in dich hinein zu stopfen, doch wirst auch du dieses Jahr die Sonne und die damit verbundene Wonne genießen. Dafür werde ich schon sorgen, meine Liebe!

I C H   N E H M   M I R    D A S   P L A K A T   Z U   H  E R Z E  N .

Mittwoch, 16. Februar 2011

EINE WOCHE FRANKREICH

Gleich gehts los. In einer Stunde fährt der Zug Richtung Stuttgart, wo sechs Mitschüler, zwei Lehrer und ich umsteigen werden, um später in Zürich und in Genf auch nochmal umzusteigen. Und dann - irgendwann heute Abend sind wir in La Motte, einer Stadt im Südosten Frankreichs.
Eine Woche ist jetzt wirklich nicht viel, aber ich dachte, es wäre trotzdem erwähnenswert. Immerhin werde ich eine Woche keinen Alltag haben, meine Familie und meine Freunde nicht sehen, Verpflichtungen und Aufgaben nicht nachgehen können und ihr werdet mindestens sieben Tage auch nichts mehr von mir lesen.
Nach unserem Aufenthalt dort in einem Internat begleiten uns unsere Austauschschüler direkt nach Deutschland, dann bleiben sie ebenfalls eine Woche bei uns. Das bedeutet konkret (ich verbessere meine Aussage von vorhin): Zwei Wochen kein Alltag.
Tjaja, so ist das. Mir bleibt nicht mehr viel zu sagen, denn sieben Tage sind ziemlich wenig und überschwänglich von der verlassenen Heimat und das Vermissen von Menschen zu schreiben, wäre vielleicht fehl am Platz. Eine Woche vergeht wie im Fluge.

A D I E U ,   M E S   A M I S !  O N   V A   S E   R E V O I R   B I E N T Ô T.   :)

Sonntag, 16. Januar 2011

AUF DIE HELDEN DES ALLTAGS!

Ich liege jetzt den fünften Tag mit Schmerzen herum, die von einer Gehörgangentzündung her rühren. Ich will gar nicht lange jammern, sondern den Post einfach nur dazu nutzen, auf all die Menschen aufmerksam zu machen, die einen in solch einer hilflosen und unangenehmen Situation unterstützend zur Seite stehen.
Spiderman mag eine gesamte Großstadt vor den Fängen eines tyrannischen Monsters befreien und James Bond rettet schon mal die gesamte Menschheit, doch finden wir die wahrhaftigen Helden im Kleinen, im Alltäglichen. Dieser Beitrag ist für all diejenigen, die ihren Freunden oder Familienmitgliedern helfen, wenn es sonst niemand tut. Ob es jetzt die Mama ist, die ihr Kind in den Arm nimmt und bei sich schlafen lässt, wenn es Albträume hat; ob es die Enkel sind, die ihrer Oma bei Geschichten von früher zuhören und so an ihrer Erinnerung teil haben; oder ob es ein Freund ist, der mir an einem schlechten Tag ein aufmunterndes Lächeln zuwirft: Diese universellen Retter und Trostspender sind doch wirklich die Menschen, denen wir am dankbarsten sein sollten.
Vollkommen egal, ob es mitten in der Nacht ist und sie eigentlich lieber schlafen wöllten: Es gibt sie wirklich, die Menschen, die allzeit bereit sind, das Leben der anderen zu erleichtern und zu verschönern. Ich hoffe, sie werden irgendwann gebührenden Dank erhalten und vielleicht eines Tages zu leuchtenden Vorbildern für andere werden. Eine Welt mit vielen kleinen Helden ist doch viel schöner als eine, die vollgesteckt ist mit machthungrigen Riesen, die vergessen, dass es die Menschen sind, auf welche es ankommt.

J E D E R    E I N Z E L N  E   H A T   D A S   P O T E N Z I A L,   E I N   H E L D   Z U   S E I N .