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Sonntag, 16. Januar 2011

AUF DIE HELDEN DES ALLTAGS!

Ich liege jetzt den fünften Tag mit Schmerzen herum, die von einer Gehörgangentzündung her rühren. Ich will gar nicht lange jammern, sondern den Post einfach nur dazu nutzen, auf all die Menschen aufmerksam zu machen, die einen in solch einer hilflosen und unangenehmen Situation unterstützend zur Seite stehen.
Spiderman mag eine gesamte Großstadt vor den Fängen eines tyrannischen Monsters befreien und James Bond rettet schon mal die gesamte Menschheit, doch finden wir die wahrhaftigen Helden im Kleinen, im Alltäglichen. Dieser Beitrag ist für all diejenigen, die ihren Freunden oder Familienmitgliedern helfen, wenn es sonst niemand tut. Ob es jetzt die Mama ist, die ihr Kind in den Arm nimmt und bei sich schlafen lässt, wenn es Albträume hat; ob es die Enkel sind, die ihrer Oma bei Geschichten von früher zuhören und so an ihrer Erinnerung teil haben; oder ob es ein Freund ist, der mir an einem schlechten Tag ein aufmunterndes Lächeln zuwirft: Diese universellen Retter und Trostspender sind doch wirklich die Menschen, denen wir am dankbarsten sein sollten.
Vollkommen egal, ob es mitten in der Nacht ist und sie eigentlich lieber schlafen wöllten: Es gibt sie wirklich, die Menschen, die allzeit bereit sind, das Leben der anderen zu erleichtern und zu verschönern. Ich hoffe, sie werden irgendwann gebührenden Dank erhalten und vielleicht eines Tages zu leuchtenden Vorbildern für andere werden. Eine Welt mit vielen kleinen Helden ist doch viel schöner als eine, die vollgesteckt ist mit machthungrigen Riesen, die vergessen, dass es die Menschen sind, auf welche es ankommt.

J E D E R    E I N Z E L N  E   H A T   D A S   P O T E N Z I A L,   E I N   H E L D   Z U   S E I N .

Montag, 20. September 2010

WO BUNTSTIFTE POLITISCH KORREKT SIND

Ich hatte heute Nacht einen sehr schönen Traum. Ich habe ihn auch Freunden von mir erzählt, die meine Begeisterung allerdings nicht so ganz teilen konnten. Mich aber hat er fasziniert und ein bisschen bin ich auch stolz, solche Träume zu haben. Bevor ich aber erzählen will, was denn nun im Traum geschah, will ich dazu sagen, dass ich nur selten so träume. Meistens träume ich absurden Blödsinn oder aber Gedanken, Wünsche und Ängste, nur irgendwie verarbeitet
Jedenfalls ging es heute Nacht um Farben. Um Buntstifte genauer gesagt. Ich sah mich selbst als Kind, doch gleichzeitig war ich auch dieses Kind. Ich hatte einige Holzstifte vor mir, doch nicht die gewünschte Farbe. Als ich klein war, war ich tatsächlich oft auf der Suche nach dieser Farbe: Hautfarbe. Klar, diese Farbe da zwischen rosa und beige. Vielleicht einwenig orange, aber doch eher apricot.
Im Traum wurde mir dieser Stift dann von jemandem ohne Gesicht überreicht, es war nur der Arm zu erkennen, der den Stift reichte. Wenn ich jetzt versuche, mich zu konzentrieren und mich an die Hand zu erinnern, scheitere ich. Was allerdings naheliegend wäre: Die Hand hatte eine sehr dunkle Hautfarbe, also gehörte sie wohl zu einem Schwarzen (was für ein dummer Ausdruck!).
Denn mein nächster Gedanke war: Sagen schwarze (siehe oben) Kinder zu braunen Stiften Hautfarbe? Und wie sagen sie dann zu den Stiften, die ich als Kind Hautfarbe genannt habe?
Mein Ergebnis (wohlgemerkt als kleines Kind in meinem Traum!): Irgendwie müssten wir 70 % der Buntstifte Hautfarbe nennen.

Quelle: Wikipedia, Benutzer KMJ
I C H   W I L L   J E T Z T   M I T   H A U T F A R B E   W E I T E R M A L E N !

Samstag, 11. September 2010

UND NÄCHTLICH GRÜSST DAS MURMELTIER

Ich träume. Vor vier Wochen habe ich ungefähr zehn Tage lang jede Nacht geträumt. In der Sommerakademie dann nicht mehr, da war ich wohl einfach zu müde, um nachts noch was anderes zu machen, als zu schlafen. Aber jetzt seit zwei Tagen wieder. Und zwar richtig intensiv. In beiden Nächten dasselbe, nur auf eine andere Art und Weise. Im Prinzip ist es ein schöner Traum, zumindest während ich schlafe. Wenn ich aber aufwache, hasse ich diesen Traum.
Was sind eigentlich Träume? Stimmt es, dass sie der Spiegel meiner Seele, meines Unterbewusstseins sind? Stimmt es, dass ich dort all die Gedanken, Gefühle, Hoffnungen und Ängste als Film sehe, die mich den lieben langen Tag beschäftigen, ohne dass ich es merke? Oder sind es einfach nur irgendwelche Phantasiegeschichten, die mein Gehirn aus Langeweile produziert?
Sitzt da oben in meinem Kopf vielleicht ein kleines böses Kerlchen, das mir Albträume vors innere Auge führt, wenn ich einen Fehler gemacht habe und mir die schönsten Traumwelten erschafft, wenn ich gut war? Hat dieses Kerlchen vielleicht einen riesen Apparat von Hebeln und Knöpfen, mit denen er mich entweder belohnen kann oder aber mich quälen? Und woher nimmt er die Informationen und Regelungen und Normen, mit denen er mein Handeln beurteilt? Spielt er mit den Knöpfen und lässt die Willkür über mein nächtliches Schicksal entscheiden?
Was ist, wenn sich ein Virus auf sein System schleicht? Vielleicht gibt es einen technischen Defekt und der Albtraum wiederholt sich nun Nacht für Nacht für Nacht für Nacht. Möglicherweise ist das Kerlchen nämlich gar nicht böse, sondern sehr lieb, und wurde nur entführt.
Vielleicht ist das Traumzentrum in meinem Bewusstsein belagert von machtsüchtigen Bösewichten, die nichts anderes zu tun haben, als mir immer und immer wieder die eigenen Fehler und Unvollkommenheiten vorzuhalten. Und doch sind diese Träume die intensivsten und detailreichsten, die ich seit langem erleben durfte. Kompetent sind die Schurken also schon.
Ist das nicht immer so? Die Bösen sind die Schlauen.
Und die Guten, die werden unterdrückt.

M E I N   T R A U M Z E N T R U M   G E H Ö R T   M I R !