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Sonntag, 13. Februar 2011

EIN BLICK ÜBER DEN TELLERRAND (2)

Wir können ziemlich froh sein, hier zu leben. In Mitteleuropa gibt es fließend Wasser, Sozialversicherungen und Demokratie. Leider ist das nicht überall auf der Welt so. Auch wenn ich als Einzelperson keine direkte Eingriffsmöglichkeit habe, kann ich doch etwas bewirken. Informiert sein ist da schon mal ein guter Anfang.
Ich könnte weinen, wenn ich Gleichaltrige Dinge sagen höre wie "Du Drecksjude!", "Scheiß Türkenschwein!", "Du Neger" oder "Du gehörst doch vergast!".
Ich frage mich: Wissen sie es nicht besser oder meinen sie es wirklich ernst? Vielleicht ist die NS-Zeit und der grausame Massenmord durch das Naziregime auch irgendwie zu weit weg, nicht mehr greifbar oder sie haben es verdrängt. Und trotzdem frage ich: Muss das sein? Müssen blöde Witze über Hitler gerissen, Schulplakate mit fragwürdigen Parolen beschmiert und inbrünstige Lieder aus dieser Zeit gesungen werden?
Auch frage ich mich: Was soll daran Freude bereiten oder gar lustig sein? Ich rede ja nicht von überzeugten Rechtsradikalen, sondern von Mitschülern. Von Leuten, die durchaus Ahnung von der geschichtlichen Entwicklung Deutschlands haben und sich auch politisch recht gut auskennen.
Es wundert mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich auf so etwas stoße.

U N D   E S   S C H O C K I E R T   M I C H .

Montag, 20. September 2010

WO BUNTSTIFTE POLITISCH KORREKT SIND

Ich hatte heute Nacht einen sehr schönen Traum. Ich habe ihn auch Freunden von mir erzählt, die meine Begeisterung allerdings nicht so ganz teilen konnten. Mich aber hat er fasziniert und ein bisschen bin ich auch stolz, solche Träume zu haben. Bevor ich aber erzählen will, was denn nun im Traum geschah, will ich dazu sagen, dass ich nur selten so träume. Meistens träume ich absurden Blödsinn oder aber Gedanken, Wünsche und Ängste, nur irgendwie verarbeitet
Jedenfalls ging es heute Nacht um Farben. Um Buntstifte genauer gesagt. Ich sah mich selbst als Kind, doch gleichzeitig war ich auch dieses Kind. Ich hatte einige Holzstifte vor mir, doch nicht die gewünschte Farbe. Als ich klein war, war ich tatsächlich oft auf der Suche nach dieser Farbe: Hautfarbe. Klar, diese Farbe da zwischen rosa und beige. Vielleicht einwenig orange, aber doch eher apricot.
Im Traum wurde mir dieser Stift dann von jemandem ohne Gesicht überreicht, es war nur der Arm zu erkennen, der den Stift reichte. Wenn ich jetzt versuche, mich zu konzentrieren und mich an die Hand zu erinnern, scheitere ich. Was allerdings naheliegend wäre: Die Hand hatte eine sehr dunkle Hautfarbe, also gehörte sie wohl zu einem Schwarzen (was für ein dummer Ausdruck!).
Denn mein nächster Gedanke war: Sagen schwarze (siehe oben) Kinder zu braunen Stiften Hautfarbe? Und wie sagen sie dann zu den Stiften, die ich als Kind Hautfarbe genannt habe?
Mein Ergebnis (wohlgemerkt als kleines Kind in meinem Traum!): Irgendwie müssten wir 70 % der Buntstifte Hautfarbe nennen.

Quelle: Wikipedia, Benutzer KMJ
I C H   W I L L   J E T Z T   M I T   H A U T F A R B E   W E I T E R M A L E N !