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Mittwoch, 30. März 2011

WO SIE RECHT HAT, HAT SIE RECHT.

"Ich singe praktisch den ganzen Tag. Das bedeutet nicht, dass ich es kann. 
Ich bin eine miserable Sängerin. Das bedeutet nicht, dass ich es nicht darf."
- Meine Schwester

Dienstag, 8. März 2011

MUSIK ALS SPIEGEL DES INNEREN

Vor kurzem wurde ich gefragt, was für Musik ich gerne höre. Ich antwortete etwas mit: "Zur Zeit..." und zählte einige recht alte Hard- bis Progressiverockbands auf. Und das stimmte auch. Allerdings ist mir heute bewusst geworden, dass es eine ziemlich blöde Antwort war. Was besser gewesen wäre? Hm, schwierig zu sagen. Ich lege mich so ungern fest, wenn es um die Musik geht. Letzte Woche hörte ich gerne wahnsinnig laute Musik, diese Woche ist das genau umgekehrt. Würde ich jetzt gefragt werden, antwortete ich: "Zur Zeit ruhigere Musik von Don McLean, Renan Luce oder Reggae von Bob Marley oder Jazz von Randy Newman, blablabla."
Solche Angaben sind bei mir immer Momentangaben. Es gibt auch Augenblicke, in denen Stille die schönste Musik ist.
Musik ist eine ganz besondere Art der Sprache, vielleicht die reinste Form der Kunst. Egal, was ich höre: Automatisch ruft es irgendwelche Gefühle und Gedanken hervor. Ob das nun die wunderbarsten Glückszustände oder genervte Ohrenschmerzen sind: Musik hat immer eine Auswirkung auf mich. Oft ist das auch bei Bildern oder Texten so, doch eben nicht wirklich immer. Musik dagegen ist universell, sie verbindet Menschen und ist nicht selten ein Ventil für angestaute Gefühlsregungen.
Und so variiert auch mein Empfinden für "gute" und "schlechte" Musik je nach Stimmung, Gesamtsituation und Laune.
Kunst in irgendeiner Weise zu klassifizieren, zu werten und zu verurteilen, traue ich mich sowieso nicht. Niemals könnte ich mir dieses Recht herausnehmen: Damit würde ich mich selbst nämlich über das kreative Werk eines Menschen stellen. Ob es mir persönlich nun gefällt oder nicht, ist eine ganz andere Frage.
Nach musikalischen Gesichtspunkten, Rhythmen, Melodiebögen, irgendwelchen Stilmitteln und mehr oder weniger gelungenen Kunstgriffen lässt sich ein Stück oder eine Performance sicherlich beurteilen, doch ist das dann lediglich die Fassade, in der die Musik daher kommt. Natürlich höre ich lieber ein richtiges Werk eines begabten Musiker, als irgendwelches Gedudel einer Neunzehnjährigen, die so stöhnt, als leide sie an den grässlichsten Magenkrämpfen; doch kann auch ein auf den ersten Blick unangenehmes Stück viel für jemanden bedeuten.Was darin steckt, das ist für mich persönlich mindestens genauso wichtig. Ich schätze Musik als Handwerk ebenso sehr, wie Musik als Spiegel des Inneren.
Selbst der schlechteste Sänger kann Menschen berühren, wenn er etwas transportiert.

V I E L L E I C H T    S E H E   I C H   D A  S   A B E R   A U C H   V I E L   Z U   V E R T R Ä U M T ?

Dienstag, 1. Februar 2011

KEINE HEIMATSLIEDER

Die meisten von uns kennen wohl das Gefühl, weg zu müssen. Raus aus dem Alltag, für einige Tage einfach auf und davon. Die Werbung spielt mit dieser Sehnsucht und an allen Ecken und Enden wird uns der perfekte Ausgleich angeboten. Leuchtreklame und bunte Plakate versprechen "Entspannung pur", "Perfektes Work-Out" oder "Traumurlaub gegen Fernweh" und wecken in uns den windigen Herumtreiber, der die Welt sehen will und aus dem müden Alltagstrott ausreißt.
Für die letzten vier Tage war ich tatsächlich weg von zu Hause, weg vom Schulalltag und weg von den geliebten Gesichtern, die mich sonst immer umgeben. Von Freitag bis Montag gab es zwar viel zu tun und es war sicherlich auch stressig, und doch hat es mich glücklich gemacht. Am liebsten wäre ich noch ein paar Wochen dort geblieben, wo wir Musik machten und nicht mal Zeit blieb, um nach Hause zu telefonieren.
Leider geht das nicht. Nach jeder Flucht aus dem Alltag folgt auch wieder die Rückkehr. Egal wie intensiv die Auszeit war und wie gerne man genau diese Auszeit verlängern würde, irgendwann kommt man entweder zurück zum bisherigen Leben oder die Auszeit wird zur Gewohnheit, womit es keine Abwechslung mehr wäre.
Es hilft alles nichts: Der Weg zurück ist unausweichlich, da kann man nichts tun. Ich für meinen Teil mache nach einem Trip raus aus dem Gewöhnlichen meist irgendwas spontanes: Setze mich in einen Zug, laufe durch Städte, renne durch den Wald oder besuche vielleicht die Tiere im Zoo. Da der Wechsel von Urlaub zu Alltag oft allzu plötzlich geschieht, brauche ich immer ein wenig Zeit für mich selbst, um mich wieder auf das Altbekannte einzustellen.


U N D   D A N N   H E I S S T   E S :   W I L L K O M M E N   Z U R Ü C K !

Dienstag, 21. September 2010

LIED DES TAGES

Vielleicht ist dem ein oder anderen schon die Veränderung in meiner Seitentabelle aufgefallen: Es gibt jetzt täglich ein Lied des Tages! Bisher hat das mit dem 'täglich' auch sehr schön geklappt. :D
Es sind immer Lieder, die mir an diesem Tag nicht aus dem Kopf gegangen sind, deren Melodie sehr schön zu meiner Stimmung passt, deren Text meine Gedanken ausdrückt, von denen ich geträumt habe oder die mir einfach spontan einfallen. Oft gibt es Begrüundungen für meine Auswahl, manchmal sind es einfach Bauchentscheidungen.
blabla, fasefasel, blabla. 
Mit diesem Post will ich einfach nur die Liste meiner bisherigen Tageslieder beginnen. Ich werde die dann regelmäßig aktualisieren, also diesen Post hier editieren. Vielleicht schreibe ich zu dem ein oder anderen Lied ein Kommentar oder zitiere aus den Lyrics, mal gucken.
Hier jedenfalls die ultimative Lied-des-Tages-Übersicht:


09.11.10 : The Rolling Stones - Mother's little helper     YOUTUBE
08.09.10 : Ben E. King - Stand by me     YOUTUBE
24.09.10 : Marc Cohn - Perfect Love     YOUTUBE
08.09.10 : Jason Mraz - Song for a friend     YOUTUBE
07.09.10 : The Beatles - In my life     YOUTUBE
05.09.10 : Simon and Garfunkel - Mrs. Robinson     YOUTUBE
28.09.10 : The Beatles - The Fool on the Hill     YOUTUBE
27.09.10 : Metallica - Hero of the day     YOUTUBE
26.09.10 : Bee Gees - New York Mining Disaster 1941     YOUTUBE
25.09.10 : Hannes Wader - Heute hier, morgen dort     YOUTUBE
24.09.10 : The Beatles - I've just seen a face     YOUTUBE
23.09.10 : Wise Guys - Meine heiße Liebe     YOUTUBE
22.09.10 : Jim Croce - I Got A Name     YOUTUBE
21.09.10 : Lou Reed - Walk On The Wild Side    YOUTUBE
20.09.10 : The Rolling Stones - Wild Horses   YOUTUBE
19.09.10 : Randy Newman - You've Got A Friend In Me  YOUTUBE
18.09.10 : Cat Stevens - If You Want To Sing Out   YOUTUBE
17.09.10 : Wise Guys - Oh Scheiße    YOUTUBE
16.09.10 : Coldplay - Viva La Vida    YOUTUBE
  
I S T   D I E S E   S C R O L L B O X   N I C H T   T O T A L   C O O L? :D

Montag, 23. August 2010

AS WE WIND ON

Der Titel meines Blogs (und auch der Untertitel :D ) sind aus dem wunderbarsten Lied dieser verdammten Erde entnommen. Oh, das klingt jetzt aber wuchtig. :D Ich wollte nicht nach Weltuntergang oder Liebeserklärung oder irgendwas anderem Finalem klingen, entschuldigt bitte. Ich wollte einfach nur sagen, dass es für mich kein Lied gibt, das Stairway to heaven von Led Zeppelin übertrifft. Wer mich gut kennt und mit mir schon Musik gehört hat (okay, spontan fallen mir jetzt nur zwei Leute ein, mit denen ich dieses Lied schon gehört hab), wird nicht verwundern, dass ein Auszug aus dem Text meinen Blog öh... krönt. Ja, krönt klingt gut.
Und wie es der Zufall (oder ich!) so will, gibt es auch eine Verbindung zu meinem Pseudonym. Denn richtig, anemoi ist nicht mein richtiger Name. Ich möchte Wikipedia zitieren:
Die Anemoi (griechisch Ἄνεμοι „Winde“ Sing. Ἄνεμος) waren in der griechischen Mythologie die Götter des Windes [...].
Yeah. Wer jetzt schnell einen Blick auf meinen Blogtitel wirft, dem wird (sofern er lesen kann, was ich doch schwer hoffe und sofern er ein wenig Englisch beherrscht) die Verbindung auffallen: Der Wind.
Ich liebe Wind. Wissenschaftlich betrachtet ist es ja nur der Strom von Luftteilchen, die in ein Tiefdruckgebiet wehen. Aber ich finde Wind wunderbar.
Wenn der Himmel weint (oh, schon wieder so apokalytpische Formulierungen :D) und es überall nach nassem Stein und Erde riecht, wenn es duster draußen ist und irgendwie ein wennig gespenstig, wenn man dann draußen steht und der Wind um einen tanzt, ist das nicht wahnsinnig beeindruckend?
Wind ist dynamisch, Wind verändert. Mir fallen einige Lieder ein, die den Wind ansprechen.
Riders on the Storm. Wind of Change. Stairway to heaven. She's like the wind. Candle in the wind.
Wind hat Macht, Wind kann zerstören. Wind ist durchaus sehr gefährlich. Aber Wind ist auch angenehm. Wenn man bei fünfunddreißig Grad im Klassenzimmer sitzt und langweilige Matheaufgaben lösen muss, dann die Tür aufgeht und ein Durchzug entsteht: Das ist doch ein Segen, oder?
Ich mag das Geräusch von Wind und ich mag auch die Farbe des Windes.
Bei Wind und Wetter.
We wind on. Egal was passiert, wir machen weiter. Uns bleibt ja nichts anderes übrig. Man akzeptiert die Situation oder man versucht, etwas zu verändern.
So oder so: Wir machen immer weiter.

W I E  D E R  W I N D .