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Sonntag, 13. Februar 2011

DIESE WELT BRAUCHT UNIKATE!

Ja, wir brauchen wirklich mehr Einzelstücke. Irgendwie scheint alles immer gleichförmiger zu werden: Jeder hört die gleiche Musik, es zeichnet sich überall eine nicht hinterfragte Meinung ab, jeder trägt Jeans und verhält sich immer korrekt, lieb, brav und äußert niemals eine kritische Meinung. Im Unterricht dösen die meisten eher weg, als mal aufzustehen und zu sagen, was sie stört. Viele verstecken sich und sagen nicht, was sie denken, weil sie in den Mainstream passen wollen. Wer andere Interessen oder Hobbys hat, als die meisten anderen, wird als Freak/Nerd/Spast/Idiot beleidigt oder in irgendeine blöde Schublade gesteckt. Wer gegen Clichés verstößt, wird verpöhnt oder zumindest ausgelacht und wer Hausaufgaben macht, hat eh keine Ahnung.
Da verändert ein Junge sich die Haarfarbe und wird als schwul bezeichnet, ein Mädchen schminkt sich nicht und gilt als langweilig oder jemand sagt etwas gegen Bruno Mars und wird als geschmacklos bezeichnet.
Was soll denn das ganze? Ich liebe es, wenn jemand mal gegen den Strom schwimmt und etwas tut, was vielleicht nicht irgendwelchen Normen und Konventionen entspricht, dafür aber dem eigenen Charakter und den persönlichen Wünschen und Träumen.
Das ist für mich cool, nicht irgendwelche modischen Haarschnitte oder die Musik, die in den Charts läuft.

E S   L E  B E   D I E   I N D I V I D U A L I T Ä T !

Dienstag, 1. Februar 2011

HÖREN WIR MIT DEM HERZEN!

Wenn ihr wirklich etwas zu sagen habt, sagt es. So viele Menschen da draußen reden so viel und sagen schlichtweg nichts. Gerade in letzter Zeit häufen sich die Sätze ohne Aussage in meiner Umgebung und ich frage mich, warum die größten Dummköpfe eigentlich immer am meisten plappern. Darum geht jetzt die Bitte heraus an alle, die sich auch mal gerne durchsetzen würden oder das letzte Wort niemals an sich reißen: Steht auf und sagt, was ihr denkt!
Fühlt ihr euch unterdrückt, lasst das die anderen spüren und macht den Mund auf! Versucht, Verbündete zu finden und geht gemeinsam gegen Ungerechtigkeiten vor. Man wir euch zuhören, wenn ihr es mit Nachdruck vermittelt. Ich hoffe es so sehr, bitte enttäuscht diese Hoffnung nicht. Enttäuscht euch selbst nicht. Natürlich wird es immer Leute geben, die blockieren, zerstören und verletzen, aber gebt nicht auf! In uns allen steckt ein Rebell, der nur darauf wartet, für Gerechtigkeit und gegen leere Worthülsen, Lügen und Oberflächlichkeit vorzugehen.
Eines Tages werden selbst die Stummen Gehör finden. Ich möchte ihnen zuhören, jederzeit.

WAS MAN (NICHT) KANN UND WILL

Letzten Freitag fuhr ich mit einigen Leuten meiner Schule übers Wochenende weg, um für das kommende Musical intensiv zu proben. Der Busfahrer erschien mir schon von Anfang an seltsam und ein wenig unüberlegt und als wir an eine Baustelle kamen, bestätigte sich dieser Eindruck. Als ich über sein Handeln noch ein wenig nachdachte, wurde mir jedoch klar, dass er der perfekte Spiegel für das Handeln von so vielen Menschen ist. Ich weiß von mir und meinem Umfeld sehr gut, dass es jedem von uns mal so ging: Man weiß ganz genau, das man etwas nicht schaffen oder bekommen kann und trotzdem macht man weiter, steckt Energie in etwas eindeutig Hoffnungsloses und gibt einfach nicht auf, auch wenn man schon lange am Ziel vorbei geschossen ist.
Ich finde es wirklich wirklich wichtig, durchzuhalten und den Kopf oben zu halten, doch rennt man manchmal einfach immer tiefer in die Sackgasse.
Bei dem Busfahrer war es das sogar im wahrsten Sinne des Wortes: Wir kamen an einem kleinen Sägewerk vorbei und auf Straße prangte ein großes Schild: "Frei bis Baustelle". Alles klar, denkt sich der Busfahrer und fährt um das Schild herum weiter. Alles noch okay, vielleicht gibt es ja eine Abzweigung vor der Baustelle. Als wir allerdings bis zur Baugrube gekommen waren, standen wir vor einem rot-weiß gestreiften Absperrband, über dem abermals ein Warnschild hing: "Frei für Baustellenfahrzeuge", darüber noch: "Achtung BAUGRUBE!"
Nun gibt es doch genug Grund, umzudrehen. Haha, falsch gedacht! Unser tapferer Busfahrer fasste sich ans Herz, drückte auf das Gaspedal und landete - an der Baugrube, die vorderen Reifen im Abgrund.
Es hat einige Zeit gekostet, um zu wenden. Wir können von Glück reden, dass doch noch alles gut gegangen war und ich denke, wir können von diesem Beispiel auch viel lernen.
Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, auf Hinweise und Zeichen zu achten und sein Handeln danach auszurichten. Mit dem Kopf durch die Wand (wahlweise mit dem Reisebus durch die Baustelle) mag einem zwar den inneren Rebellen befriedigen, doch manchmal kommt man damit eben nicht weiter.


M A N  K A N N  N I C H T   I M M E R   W E N D E N   W I E   E I N   R E I S E B U S .