In der klassischen Komödie gibt es für den Schluss meistens zwei Möglichkeiten: Entweder es wendet sich alles zum Guten und die Handlung findet ein glückliches Ende, oder aber das komplette Gegenteil ist der Fall und ein trauriges Ende ist unabwendbar, eine Katastrophe steht bevor.
In der Realität sieht das ganz anders aus. Eine scheinbar schreckliche Begebenheit stellt sich als gar nicht so grässlich heraus und man beginnt, das Positive daran zu erkennen: das ist dann schön. Wenn es aber anders herum kommt und ein auf den ersten Blick wahnsinnig toll geglaubtes Etwas sich als blendende Mogelpackung entpuppt, wünsche ich mir manchmal die Einfachheit einer alten Geschichte oder einem Märchen: Wo Gut und Böse genau voneinander getrennt sind, offensichtlich für jeden zu sehen ist, was moralisch vertretbar ist, was nicht und man sich nicht unnötig den Kopf mit Grübeleien um das Richtig oder Falsch schwer machen muss.
Bis zu welchem Grad muss ich meine eigenen Wünsche hinten anstellen? Ab wann beginnt eine Lüge? Ich bin heute vor eine Vielzahl an Konflikte mit meinem Gewissen gestellt worden und muss einfach mal los werden, dass das verdammt schwierig ist. Entscheidungen. Sobald ich mich festgelegt habe, gibt es nur schwer einen Rückzug. Manchmal ist eine Entscheidung sogar endgültig und verändert womöglich mein und das Schicksal anderer.
Manchmal kann ich das nicht. Entscheidungen fällen, ganz alleine. Und wenn ich andere frage, bekomme ich zwar halbherzige Ratschläge (die sich oft auch noch widersprechen), letzten Endes bleibt es aber trotzdem meine Angelegenheit. Es heißt Zähne zusammen beißen, Augen zu und durch. Rein ins kalte Wasser, mich irgendwie entscheiden.
Nur wie, möchte ich wissen! Wie denn?
K O N F U S E U N E N T S C H L O S S E N H E I T A U F G A N Z E R L I N I E .
Posts mit dem Label wahl werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label wahl werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 15. April 2011
DAS LEBEN IST KEINE KOMÖDIE
Labels:
alltag,
angst,
deprimiert,
entscheidungen,
freunde,
Gefühle,
Hilfe,
individualität,
klasse,
liebe,
schreien,
veränderung,
verwirrt,
wahl,
wunsch
Dienstag, 1. Februar 2011
WAS MAN (NICHT) KANN UND WILL
Letzten Freitag fuhr ich mit einigen Leuten meiner Schule übers Wochenende weg, um für das kommende Musical intensiv zu proben. Der Busfahrer erschien mir schon von Anfang an seltsam und ein wenig unüberlegt und als wir an eine Baustelle kamen, bestätigte sich dieser Eindruck. Als ich über sein Handeln noch ein wenig nachdachte, wurde mir jedoch klar, dass er der perfekte Spiegel für das Handeln von so vielen Menschen ist. Ich weiß von mir und meinem Umfeld sehr gut, dass es jedem von uns mal so ging: Man weiß ganz genau, das man etwas nicht schaffen oder bekommen kann und trotzdem macht man weiter, steckt Energie in etwas eindeutig Hoffnungsloses und gibt einfach nicht auf, auch wenn man schon lange am Ziel vorbei geschossen ist.
Ich finde es wirklich wirklich wichtig, durchzuhalten und den Kopf oben zu halten, doch rennt man manchmal einfach immer tiefer in die Sackgasse.
Bei dem Busfahrer war es das sogar im wahrsten Sinne des Wortes: Wir kamen an einem kleinen Sägewerk vorbei und auf Straße prangte ein großes Schild: "Frei bis Baustelle". Alles klar, denkt sich der Busfahrer und fährt um das Schild herum weiter. Alles noch okay, vielleicht gibt es ja eine Abzweigung vor der Baustelle. Als wir allerdings bis zur Baugrube gekommen waren, standen wir vor einem rot-weiß gestreiften Absperrband, über dem abermals ein Warnschild hing: "Frei für Baustellenfahrzeuge", darüber noch: "Achtung BAUGRUBE!"
Nun gibt es doch genug Grund, umzudrehen. Haha, falsch gedacht! Unser tapferer Busfahrer fasste sich ans Herz, drückte auf das Gaspedal und landete - an der Baugrube, die vorderen Reifen im Abgrund.
Es hat einige Zeit gekostet, um zu wenden. Wir können von Glück reden, dass doch noch alles gut gegangen war und ich denke, wir können von diesem Beispiel auch viel lernen.
Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, auf Hinweise und Zeichen zu achten und sein Handeln danach auszurichten. Mit dem Kopf durch die Wand (wahlweise mit dem Reisebus durch die Baustelle) mag einem zwar den inneren Rebellen befriedigen, doch manchmal kommt man damit eben nicht weiter.
M A N K A N N N I C H T I M M E R W E N D E N W I E E I N R E I S E B U S .
Ich finde es wirklich wirklich wichtig, durchzuhalten und den Kopf oben zu halten, doch rennt man manchmal einfach immer tiefer in die Sackgasse.
Bei dem Busfahrer war es das sogar im wahrsten Sinne des Wortes: Wir kamen an einem kleinen Sägewerk vorbei und auf Straße prangte ein großes Schild: "Frei bis Baustelle". Alles klar, denkt sich der Busfahrer und fährt um das Schild herum weiter. Alles noch okay, vielleicht gibt es ja eine Abzweigung vor der Baustelle. Als wir allerdings bis zur Baugrube gekommen waren, standen wir vor einem rot-weiß gestreiften Absperrband, über dem abermals ein Warnschild hing: "Frei für Baustellenfahrzeuge", darüber noch: "Achtung BAUGRUBE!"
Nun gibt es doch genug Grund, umzudrehen. Haha, falsch gedacht! Unser tapferer Busfahrer fasste sich ans Herz, drückte auf das Gaspedal und landete - an der Baugrube, die vorderen Reifen im Abgrund.
Es hat einige Zeit gekostet, um zu wenden. Wir können von Glück reden, dass doch noch alles gut gegangen war und ich denke, wir können von diesem Beispiel auch viel lernen.
Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, auf Hinweise und Zeichen zu achten und sein Handeln danach auszurichten. Mit dem Kopf durch die Wand (wahlweise mit dem Reisebus durch die Baustelle) mag einem zwar den inneren Rebellen befriedigen, doch manchmal kommt man damit eben nicht weiter.
M A N K A N N N I C H T I M M E R W E N D E N W I E E I N R E I S E B U S .
Donnerstag, 16. September 2010
WHO WOULD EVER WANT TO BE KING?
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR GEWONNEN WAHL.
Also wenn Politiker sich nach einer erfolgreichen Wahl so fühlen wie ich nach der Klassensprecherwahl, wundert mich gar nichts mehr. Weder Merkels permanent hinuntergezogener Mundwinkel noch die 'Politikverdrossenheit der Jugend'. Meine Fresse. Ist doch alles scheiße irgendwie.![]() |
| Quelle: Wikipedia, Jacques Grießmayer |
Wieder bekam ich weniger Stimmen.
"Ich nehme die Wahl nicht an. Wenn Jule nicht dabei ist, wirds scheiße." Damit zog der eigentliche Gewinner zwar den Zorn der Klasse auf sich, aber er sorgte für einen dritten Wahlgang. Dass ich ein Amt bekommen würde, war klar, doch welches? Aufgrund meiner Stimme, die nämlich nicht an meinen 'Gegner', sondern an Kuchen! ging, belegte ich zuguterletzt doch noch den ersten Platz und bin jetzt - Was weiß ich, warum - Klassensprecher.
Es ist nur ein verdammt dummes Gefühl. Weil ich eben nicht gewählt worden bin. Eigentlich.
Ob das in der Politik auch so läuft?
I C H H AB M E R K E L N O C H N I E G E M O C H T .
Labels:
deprimiert,
klasse,
wahl
Abonnieren
Posts (Atom)
