Dienstag, 4. Januar 2011

ICH BIN WIEDER DA!

Ich will wieder bloggen. Ich bin mir nicht sicher, ob überhaupt jemand meinen Blog liest, aber das ist auch nicht so wichtig. Ich mag es, zu schreiben. Deswegen schreibe ich. Und um nachzudenken: Über das Leben, über Traditionen, Menschen, Gewohnheiten, Perfektion und Fehler.
Heute ist der vierte Januar, also ist das neue Jahr noch nicht besonders alt. Die Menschen machen sich gute Vorsätze für 2011; nehmen sich vor, bessere Menschen zu werden. Die einen hoffen auf Erfolg in der Schule, die anderen wollen eine neue Liebe finden und wieder andere wollen einfach Motivation finden. Ich bin kein besonderer Fan von Vorsätzen für ein neues Jahr, weil das der falsche Weg ist. Nur weil die Uhr von 23:59 Uhr auf 0 geht, verändert sich nichts. Die Stelle im Datum, die sich am seltensten verändert. Die wird um eine Zahl weiter gestellt, das stimmt. Aber dadurch lösen sich weder unsere Probleme auf noch verändert sich irgendwas in unserem Leben. Vielleicht werden die Steuern erhöht oder der Wehrdienst abgeschafft, aber unsere Freunde bleiben die gleichen. Unsere Familie verändert sich nicht schlagartig und auch wir selbst können uns nicht einfach erneuern.
Jetzt muss ich allerdings zugeben, dass ich am Schuljahresende meine alten Hefte immer in den Keller verbanne und mir einen neuen Kalender zulege. Ich sehe die Sommerferien immer als einen gewissen Neuanfang, doch mache ich mir keine "guten Vorsätze fürs neue Schuljahr". Ich denke, dass man sich jeden Tag aufs Neue vornehmen sollte, gemäßigter zu sein, leichter zu vergeben und den Menschen in seiner Umgebung zuzuhören. Wir wollen etwas verändern, also müssen wir diese Veränderung leben. Ständig darüber zu reden, bringt nichts. Handeln, das ist angesagt. Tag für Tag für Tag.


W I R    H A B E N  J E D E N  T A G   D I E  G E L E G E N H E I T ,   G U T   Z U   S E I N .

Sonntag, 7. November 2010

GEDICHTE SIND SO WUNDERSCHÖN.

Christian Morgenstern
BEGEGNUNG

Wir saßen an zwei Tischen - wo? - im All ...
Was Schenke, Stadt, Land, Stern - was tut´s dazu!
Wir saßen irgendwo im Reich des Lebens ...
Wir saßen an zwei Tischen, hier und dort.

Und meine Seele brannte: Fremdes Mädchen,
wenn ich in deine Augen dichten dürfte -
wenn dieser königliche Mund mich lohnte -
und diese königliche Hand mich krönte -!

Und deine Seele brannte: Fremder Jüngling,
wer bist du, dass du mich so tief erregtest -
dass ich die Knie dir umfassen möchte -
und sagen nichts als: Liebster, Liebster, Liebster -!

Und unsre Seelen schlugen fast zusammen.
Doch jeder blieb an seinem starren Tisch -
und stand zuletzt mit denen um ihn auf -
und ging hinaus - und sahn uns nimmermehr.

Ja, ich bin schon wieder im Gedichterausch. Der letzte Post war... französisch und ohne Kommentar meinerseits. Ich gebe zu, eigentlich wollte ich ihn kommentieren, doch fehlte mir die Zeit. Es fehlt einem so oft an Zeit... Doch darüber blogge ich heute nicht, vielleicht ein anderes Mal. Heute will ich wieder ein wenig interpretieren und bewerten, wie beim vorletzten Post. Kurios, auch dort war es ein Gedicht von Christian Morgenstern, welchem ich meine Aufmerksamkeit schenkte und welches ich... liebte. Ja, ich würde wirklich sagen, dass ich auch dieses Gedicht liebe. Es ist einfach perfekt.
Abgesehen davon, dass die Sprache wunderbar ist und die Wortwahl genial, werden auch sprachliche Mittel so erfrischend schön eingesetzt. Die zweite und die dritte Strophe weisen so viele Parallelen auf, dazu dieses Bild von der brennenden Seele! Ich schrieb vorher, ich wolle das hier ein bisschen interpretieren, doch will ich euch diesen Genuss nicht nehmen, denke ich. Ich für meinen Teil genieße dieses Gedicht einfach nur und will es deshalb doch nicht groß theoretisieren. Ist die erste Strophe nicht fantastisch? "Wir saßen irgendwo im Reich des Lebens." Hach, alleine die erste Strophe könnte ich mir hundertmal durchlesen. Dann wie schon erwähnt diese zwei wunderbaren  nächsten Strophen und dann - das herzzerreißende Ende. Ich weiß, ich schreibe heute ein wenig pathetisch, doch ich meine es auch so. Herzzerreißend, das ist es. Die Menschen, die nichts wollen, als sich kennen zu lernen und sich zu lieben, stehen einfach so mit der Gruppe, mit der sie gekommen sind, auf und gehen - ohne einander angesprochen zu haben. Traurig  - aber wahr. Ja, ich denke, deshalb ist es so herzzerreißend: Weil es wahr ist. Weil es wirklich vorkommt. Hier ist nichts aus den Fingern gezogen oder in irgendeinem romantsichen Kopf entsprungen, hier wird ein Stückchen Realität in wunderbarste Sprache gepackt.
Ich würde Christian Morgenstern wirklich gerne dafür danken: Schon allein für dieses Gedicht, obwohl er noch so viel wietere schöne geschrieben hat! Aber allein, weil dieses Gedicht exakt ausdrückt, was ich (wie sich der aufmerksame Leser wohl denken kann), erst vor kurzem gespürt habe, muss ich ihm danken.
Also: Herr Morgenstern?

I H R   G E D I C H T   I S T  M E I N  A U G E N S T  E R N  .

Donnerstag, 28. Oktober 2010

LA BEAUTÉ DU MONDE

«La beauté du monde, c'est toutes les
émotions qui ne laissent pas de regret. C'est quand je te regarde et que
je suis émue de cela sans t'avoir rien volé et que tu ne m'aies pris.
C'est tout ce qui rentre dans la mémoire sans faire d'égratignure et qui
nous met à égalité avec la lumière ou un ciel étoilé. C'est tout ce qui
... ne compte pas avec le temps, comme un chien qui nous regarde, la
couleur d'un oiseau, un sourire dans la rue, le scintillement des
lumières d'une ville perçue derrière une fenêtre où restent accrochées
des gouttes de pluie. C’est l’étendue de la mer et l’odeur du
chèvrefeuille, c’est regarder un train qui passe avec plein de gens
dedans, et se sentir bien d’être là, avec seulement la vitesse de la
terre dans son corps.»
- Yves Simon

Samstag, 23. Oktober 2010

ZU GOLD GELIEBTES LEBEN

H e r b s t
VON CHRISTIAN MORGENSTERN
Zu Golde ward die Welt;
zu lange traf
der Sonne süßer Strahl
das Blatt, den Zweig.
Nun neig
dich, Welt, hinab.

Bald sinkt's von droben dir
in flockigen Geweben
verschleiernd zu -
und bringt dir Ruh,
o Welt,
o dir, zu Gold geliebtes Leben,
Ruh.


Okay, ich gebe es zu. Ich habe dieses Gedicht nicht zufällig irgendwo gelesen und fande es schön, ich habe aktiv nach einem Herbstgedicht gesucht. Und da habe ich das hier gelesen und es hat mich fasziniert. Die Sprache ist wunderbar, der Inhalt sowieso.
Wie schön ist denn bitte die vorletzte Zeile? "Zu Gold geliebtes Leben". Wow. Sonst sind Herbstgedichte immer so deprimiert und niedergeschlagen, es wird von eingeschlafenem Leben, vergangener Schönheit und zerstörter Pracht geredet und was ist hier? Das Leben ist nicht zu Braun verwelkt, es ist zu Gold geliebt.
Die Welt schläft nicht deprimiert und niedergeschlagen ein, ihr wird Ruhe gegönnt. Die Sonne hat die Natur so lange verwöhnt, dass diese sich eine Pause verdient hat.
Die Welt verfällt im Herbst nicht etwa in eine graue Depression, sondern in eine selige Ruhe, um im Frühjahr dann wieder aufzuwachen, die Sonnenstrahlen wieder freizulassen und ein neues Jahr beginnen zu lassen.

J E D E R   B R A U C H T   M A L   E I N E   P A U S E .

Freitag, 22. Oktober 2010

THEATER WAR STRESSIG UND WUNDERTOLL

Achja: Ich lebe noch!
Mittwoch und Donnerstag hatten wir Theateraufführungen und ich hatte die letzte Woche eigentlich nichts anderes zu tun, als ständig zur Schule hin und wieder zurück zu gehen. Dann habe ich versucht zu schlafen, was nicht immer so toll geklappt hat.
Da kam mir dein ein treuer Freund zur Hilfe: Der Kaffee.
Hachja, Stress ist was Schönes. Und das meine ich ernst. Ich bekomme zwar Pickel davon, aber es ist dennoch schön. :D

N U R   M E I N   B L O G   K A  M   Z U   K U R Z   D I E   L E T Z T E N   T A G E .

Samstag, 25. September 2010

ESS' NOCH EIN BISSCHEN WOLF.

Wer mich kennt weiß, dass ich viel lache.
Aber zwei Stunden am Stück habe ich noch selten gelacht. Heute war es aber so. Und WIE ich gelacht habe. Zusammen mit einer Freundin vom Theater und unserem Lehrer. Wir haben drei (!) Mädchen, die alleine das Stück gespielt haben, das eigentlich für ca. 15 Personen gemacht ist, zugeschaut. Und es war SO lustig.
Nicht, weil sie so gut waren, sondern weil... weil es einfach Originale waren. Maria und Iliana haben ständig nur gekichert und komische Satzkonstruktionen gemacht, sind ständig rumgehüpft, um ihren Rollenwechsel klar zu machen und Luisa hat das einfach... kalt gelassen. Sie saß gechillt in der Mitte, hab ab und zu so etwas gesagt wie: "Ich bin der Wolf" oder hat mitgelacht. Aber am besten war einfach Maria.
Am Anfang war unser Lehrer noch bemüht, ernst zu bleiben, doch irgendwann ging es nicht mehr. Da haben wir alle einfach nur noch gelacht.
Schuld daran waren Sätze, die Maria oder Iliana gebracht haben. Das Schlimme war... sie haben es todernst gemeint. Ich konnte nicht aufhören zu lachen, absolut nicht aufhören. Die besten Sätze habe ich mitgeschrieben:

  • "Gehts Ihnen noch gut?! Sie haben doch nicht wirklich Steine in den Bauch von einem Tier!!"
  • "Ess noch ein bisschen Wolf."
  • "Ich tu jetzt den Wein in dein Bauch!"
  • "Und da haben wir wieder die gleiche Geschichte. Der Wolf wird abgefüllt und dann auch noch Beine in sein Magen!"
  • "Ich wollte noch sagen, dass es unmöglich ist, dass der Wolf einen Mensch frisst. Es passt nicht in sein Maul."
  • "Ich tu jetzt den Wein in dein Bauch!"
  • "Zum Namen des Volkes verkünde ich das Urteil."
  • "Ein Jahr Gefängnis wegen Erstechung des Wolfes."
  • "Und sie wohnen in?" - "Waltraud."
  • "Wie uns das Naturgesetz erzählt hat, ist der Wolf scheu."
  • "So einiges wundert mich hier gar nichts mehr."

Ungefähr in der Mitte unserer Lachanfallsheaterprobe  wollte unser Lehrer anmerken, dass sie es wohl auch mit wenigen Schauspielern hinbekommen. Doch irgendwie schien er infiziert, denn was er sagte, war folgendes:

" W I E   I C H   S E H E ,   B R A U C H T   I H R   N U R   W E N I G   P U B L I K U M . "

Dienstag, 21. September 2010

LIED DES TAGES

Vielleicht ist dem ein oder anderen schon die Veränderung in meiner Seitentabelle aufgefallen: Es gibt jetzt täglich ein Lied des Tages! Bisher hat das mit dem 'täglich' auch sehr schön geklappt. :D
Es sind immer Lieder, die mir an diesem Tag nicht aus dem Kopf gegangen sind, deren Melodie sehr schön zu meiner Stimmung passt, deren Text meine Gedanken ausdrückt, von denen ich geträumt habe oder die mir einfach spontan einfallen. Oft gibt es Begrüundungen für meine Auswahl, manchmal sind es einfach Bauchentscheidungen.
blabla, fasefasel, blabla. 
Mit diesem Post will ich einfach nur die Liste meiner bisherigen Tageslieder beginnen. Ich werde die dann regelmäßig aktualisieren, also diesen Post hier editieren. Vielleicht schreibe ich zu dem ein oder anderen Lied ein Kommentar oder zitiere aus den Lyrics, mal gucken.
Hier jedenfalls die ultimative Lied-des-Tages-Übersicht:


09.11.10 : The Rolling Stones - Mother's little helper     YOUTUBE
08.09.10 : Ben E. King - Stand by me     YOUTUBE
24.09.10 : Marc Cohn - Perfect Love     YOUTUBE
08.09.10 : Jason Mraz - Song for a friend     YOUTUBE
07.09.10 : The Beatles - In my life     YOUTUBE
05.09.10 : Simon and Garfunkel - Mrs. Robinson     YOUTUBE
28.09.10 : The Beatles - The Fool on the Hill     YOUTUBE
27.09.10 : Metallica - Hero of the day     YOUTUBE
26.09.10 : Bee Gees - New York Mining Disaster 1941     YOUTUBE
25.09.10 : Hannes Wader - Heute hier, morgen dort     YOUTUBE
24.09.10 : The Beatles - I've just seen a face     YOUTUBE
23.09.10 : Wise Guys - Meine heiße Liebe     YOUTUBE
22.09.10 : Jim Croce - I Got A Name     YOUTUBE
21.09.10 : Lou Reed - Walk On The Wild Side    YOUTUBE
20.09.10 : The Rolling Stones - Wild Horses   YOUTUBE
19.09.10 : Randy Newman - You've Got A Friend In Me  YOUTUBE
18.09.10 : Cat Stevens - If You Want To Sing Out   YOUTUBE
17.09.10 : Wise Guys - Oh Scheiße    YOUTUBE
16.09.10 : Coldplay - Viva La Vida    YOUTUBE
  
I S T   D I E S E   S C R O L L B O X   N I C H T   T O T A L   C O O L? :D